Heckenschnitt
Je nach Hecke kann es sein, dass diese überhaupt nicht beschnitten werden muss.
Bei informellen oder vermischten Hecken ist es normalerweise am besten, sie abgesehen vom Entfernen abgestorbenen oder beschädigten Holzes nur minimal zu beschneiden. Das Beschneiden einer blühenden Hecke richtet eher Schaden als, als dass es nutzt. Wenn Ihre Hecke aus Spiräe oder Azalee besteht, wird durch alles, was über das Ausschneiden abgestorbenen oder beschädigten Holzes hinausgeht, die natürliche Form der Pflanzen zerstört, und entstehende Blüten werden entfernt.
Formelle Hecken, die in klar definierte, geometrische Formen geschnitten sind, bereichern die Umgebung durch ihre gepflegte Erscheinung. Hecken mit Liguster, Buchsbaum, Eibe und Holunder sind gut für starkes Beschneiden geeignet. Das gilt nicht für blühende Hecken, wie oben erwähnt. Hecken mit Wacholder, Fichte oder anderen immergrünen Bäumen können durch zu starkes Beschneiden verunstaltet werden. Wenn Sie die äußeren Zweige zu starkt beschneiden, besteht die Gefahr, dass die Hecke nur schlecht oder gar nicht nachwächst.
Sie können sich beim Schneiden einer Hecke ausschließlich auf Ihr Auge als Messwerkzeug verlassen. Für eine wirklich klar definierte formelle Hecke können Sie eine einfache keilförmige Vorlage mit drei Holzteilen herstellen, um die gewünschte Form zu erhalten.
Mithilfe einer zweiten Person können Sie auch einen Faden der Länge nach über die Hecke ziehen, um sich beim Schneiden an den Linien zu orientieren.
Formhecken sollten unten weiter sein als oben (siehe Abbildung). Wenn Sie auf diese Weise schneiden, kommt Licht sogar an die Zweige im unteren Bereich, stimuliert das Wachstum neuer Blätter und verhindert, dass die unteren Zweige aussterben, was ein häufiges Problem bei Hecken ist. Eine Hecke mit einer Höhe von 1,80 m hätte beispielsweise eine Grundfläche von 90 cm und eine Spitze von nur etwas 45 cm.